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Bestandssanierung von Öltanks auch weiterhin aktuell
Bestandssanierung von Öltanks auch weiterhin aktuell (13.04.2023)

Bestandssanierung von Öltanks auch weiterhin aktuellNach dem geplanten Gebäudeenergiegesetz sind Reparaturen von Heizungen auch weiterhin möglich. Das gilt auch für die für Heizungssysteme benötigten Komponenten. Ein Heizöltank steht auch weiterhin für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. Der Betreiber kann selbst entscheiden, wann er den Tank befüllen lässt und somit die für ihn positiven Preisschwankungen am Markt mitnehmen. Aber die Eigentümer einer Ölheizung sind auch für die Sicherheit ihres Tanks verantwortlich, sollten regelmäßig schauen, dass alles in Ordnung ist und müssen u.U. Prüfpflichten einhalten. Dies ist in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ (AwSV) festgelegt. Die Prüfpflicht gilt für alle unterirdischen Tanks, oberirdischen Tanks größer als 1.000 Liter welche sich in Schutzgebieten befinden und für alle Tanks mit mehr als 10.000 Litern Volumen. Eine teilweise Einbettung im Erdreich gilt als unterirdisch. Alle in Räumen aufgestellte Tanks sind oberirdisch, auch wenn es sich um einen Kellerraum handelt. Die Bestände in Deutschland zeigen, dass viele Öltanks inzwischen in die Jahre gekommen sind. 


Ein Kunststofftank sollte ausgetauscht werden

• wenn sich ein sogenannter Elefantenfuß bildet, also eine Ausbuchtung im Bodenbereich des Tanks

• wenn sich ein sogenannter Sattel bildet, also das Tankdach beziehungsweise der Tankscheitel absinkt. Verformungen in diesem Bereich gefährden die Verbindungsleitungen für Befüllung und Entlüftung des Tanks sowie für die Heizölentnahme

• wenn die Behälterwände verspröden oder sich stark verfärben

• wenn sich Spuren einer übermäßigen Dehnung zeigen (Weißbruch)

• wenn Unregelmäßigkeiten in der Geometrie der Tankanlage sichtbar werden (Neigungen,  Ausbeulungen, Knickstellen nach innen, ungleiche Tankmittenabstände oder Abstützung des Tanks an der Wand des Aufstellraums oder an einem anderen Tank).

Kunststofftanks sind auf eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt und in diesem Zeitraum hat sich auch bei der Weiterentwicklung von Heizöltanks einiges getan. Die heutigen Tanks sind geruchsdicht und meist doppelwandig, womit die Auffangwanne entfällt. Bei einer Erneuerung des Tanksystems kann sich der Besitzer zwischen verschiedenen Varianten entscheiden.

Batterietanksysteme sind bei der Erneuerung eine kostengünstige Lösung. Der Vorteil ist, dass die einzelnen Behälter ohne Probleme durch bestehende Türen oder größere Fenster passen. Die einzelnen Behälter lassen sich verbinden, so dass durch die variable Behälteranzahl das Gesamtvolumen auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Eine weitere Variante ist eine maßgeschneiderte Individuallösung, sogenannte Kellertanks. Diese Tanks werden erst an Ort und Stelle zusammengebaut und bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Der Vorteil ist hier die maximale Lagerkapazität bei kleinstem Raumbedarf, da eine optimale Raumausnutzung vorliegt.

Sollte im Haus kein Platz sein bzw. der sollte der bisherige Platz für andere Zwecke, wie z.B. einen Hobbyraum oder eine Sauna genutzt werden, bietet sich die Variante eines Erdtanks an. Diese sind doppelwandige Sicherheitstanks, wobei der Zwischenraum für die Dichtheitsüberwachung genutzt wird, die äußere Wand verhindert das Auslaufen. Am häufigsten werden kugelförmige Tanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder überwachbarem Spezial-Poly-Beton eingesetzt. Ein Einstiegsöffnung (Domschacht) ermöglicht die Reinigung und Wartung. Bei bestehenden einwandigen Tanks kann eine bauartzugelassenen Leckschutzauskleidung in Form einer Kunststoff-Innenhülle nachgerüstet werden. Dadurch wird der Tank einem doppelwandigen Erdtank sicherheitstechnisch gleichgestellt.

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